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Lerntipps - Lerntipps für Schule & Studium


20. September 2010

Schulsachen zu teuer? Fratz gibt Tipps

Auch zu Beginn des Schuljahres kann gespart werden, denn der Schulstart an sich ist für Eltern von Haus aus eine teure Angelegenheit, welche aber durch bewusstes und cleveres Einkaufen zumindest ein wenig eingegrenzt werden kann. Das Lebensministerium hat einen Einkfaufsführer für Eltern herausgebracht, welcher zahlreiche Tipps zum Thema „Fit für die Schule“ liefert und einige gute Tipps hinsichtlich clever einkaufen für die Schule mitliefert. Gefunden wurde dieser Hinweis auf dem Blog von Roland Hammer Sparen-im-Haushalt.eu!

Das 3,5 MB große Fratz & Co PDF ist kostenlos unter folgender Internetadresse als Download verfügbar: http://www.schuleinkauf.at/userfiles/file/Fratz%20Schule_2008.pdf

Es gibt aber nicht nur Tipps wie kostengünstiger eingekauft werden kann, sondern auch wie man bewusster einkaufen kann. Speziell die Nachhaltigkeit ist ein wesentliches Thema dieses Heftes, denn es ist bereits bei unseren Kleinsten wichtig, dass diese bewusst mit unserer gemeinsamen Umwelt umgehen. Folgende 5 Tipps zum Thema Sparen bei den Schulsachen findet man im Ratgeber:

  1. Bei Hüllen und Ordnern sollte man auf Karton achten und nicht auf Plastik, denn Karton (=Holz) ist nachhaltiger zu Plastik (=Erdöl)
  2. Bei den Schulheften sollte man auf Receyclingpapier achten. Die Qualität ist ausgesprochen gut und hat nichts mehr mit der Qualität von Recyclingpapier vor 20 Jahren zu tun!
  3. Achten Sie beim Holz des Bleistifts, dass dieses nicht durch die ganze Welt transportiert wurde und vielleicht auch noch aus dem Regenwald stammt.
  4. Bei Filzstiften gibt es welche die nachfüllbar sind, hier entsteht stets viel Müll. Genauso ist die Kappe gerne ein Opfer von Verschlucken bei Kindern. Deshalb gibts auch welche die den Sicherheitsanforderungen entsprechen. Dafür gibts eine eigene Norm (ISO 11540).
  5. Bei Wasserfarben achten Sie darauf, dass die einzelnen Farben auch zum Nachkaufen sind, denn sonst müssen Sie immer wieder ein neues Set kaufen und dann gilt wieder: Wer billig kauf, kauft in Wirklichkeit teuer!

Neben diesen 5 Tipps gibt es natürlich noch weitaus mehr Tipps zum Thema Schulsachen. Einfach ansehen und die besten Tipps auch für seine Kinder verwenden. Die Umwelt und das Geldbörsel werden es danken!

12. April 2010

Nachhilfe: Schüler helfen Schüler

Viele Schulen bieten auch ein internes Nachhilfesystem an, bei dem ältere Schüler jüngeren Schülern Nachhilfe geben, sich damit ein kleines Taschengeld verdienen und ihr bisheriges Wissen und ihre Erfahrung an der gleichen Schule weitergeben können. Sehr gut hierbei ist, dass die älteren Schüler den ungefähr gleichen Stoff gelernt und ihn auch noch ziemlich aktuell parat haben und dass sie oft den Lehrer der Jüngeren kennen und wissen, worauf dieser Wert legt und welchen Lernstoff dieser meist abfragt. Insgesamt ist dies eine der billigsten Methoden, um effektiv etwas dazu lernen zu können und selten kann sich ein professioneller Nachhilfelehrer so viel Zeit für einen Schüler nehmen.

Am wichtigsten ist für Eltern die Überlegung, was für ihr Kind wohl am Besten sei; ob das Kind lieber alleine oder in der Gruppe lernt, ob es sich fremden Leuten gegenüber öffnen und mit ihnen gemeinsam lernen kann etc. Hilfreich kann es auch sein, Bewertungen über diverse Nachhilfeanbieter zu lesen, jedoch wird es nie eine 100-prozentige Erfolgsgarantie oder ein Erfolgsrezept für gute Noten geben können.

10. April 2010

Nachhilfe über den Computer

Die Vor- und Nachteile der Nachhilfe im Hinblick auf verschiedene Anbieter und ihre Möglichkeiten
Gerade zur heutigen Zeit, in der jeder Elternteil seinem Nachwuchs die bestmöglichste Ausbildung gewährleisten und ihm dadurch eine gute Zukunft ermöglichen möchte, gleicht ein Versagen der Kinder im schulischen Bereich einer Katastrophe. Ohne einen guten oder gar sehr guten Schulabschluss sinken die Chancen enorm, später auf dem Arbeitsmarkt eine gute Stelle zu ergattern und sich seinen Lebensunterhalt selbst finanzieren zu können. Fast jeder Schüler hat schon einmal Nachhilfe für sich beansprucht, doch welche Art des zusätzlichen Lernens ist die Effektivste und was ist bei der Auswahl des Nachhilfelehrers zu bedenken?

Zur Ergänzung des gelernten Stoffes in der Schule oder zur Wiederholung sind auch Lernprogramme für den Computer sinnvoll. Dabei wird versucht, dass dem Kind der Inhalt möglichst einfach vermittelt wird, es ihm Spaß macht und insgesamt sollte so ein Lernprogramm zu weiterem Lernen motivieren. Eine menschliche Person, die auf Nachfragen und Unverständnis reagieren kann, kann ein Computerprogramm aber nur sehr unzureichend ersetzen.

8. April 2010

Nachhilfe vom Lerninstitut

Viel unvoreingenommener kann dagegen die Nachhilfe in einem Nachhilfeinstitut geschehen. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Angebote: In Einzel- oder Gruppenarbeit, einmal oder mehrmals wöchentlich oder nur bei Bedarf, für ein spezielles Fach oder auch fächerübergreifend. Im Internet, in der Zeitung oder in Broschüren findet man zahlreiche Anbieter, in jeder größeren Stadt gibt es Nachhilfeagenturen. Ein großer Vorteil hierbei ist, dass bei der Auswahl einer guten Agentur sichergestellt ist, dass sich dort Zeit genommen wird, um auf den Schüler einzugehen, seine Fehler und Schwächen zu erkennen und diese bestenfalls zu beheben. Meist werden die Kinder von Fachpersonal betreut und für die Eltern lässt sich eine gute Nachhilfestunde daran messen, ob ein klares Unterrichtsziel verfolgt wird, der Nachhilfegebende auch auf fachliche und pädagogische Nachfragen reagieren kann und dieser auch ausreichend auf die Stunden vorbereitet ist. Diese fachliche Betreuung ist allerdings sehr kostenaufwändig und sicherlich nicht für jede Familie erschwinglich und dem Kind könnte ein Nachhilfelehrer zugeteilt sein, mit dem es gar nicht zurecht kommt oder dessen Erklärungen es nicht versteht.

19. Februar 2009

Lehrermangel?

Ein Lehrermangel an Wiener Schulen löst politische Diskussionen aus. Es wurden mehr Stunden genehmigt als gehalten werden können. Die Grüne Schulsprecherin Jerusalem sagt:

In Anbetracht der schlechten TIMSS und PISA Ergebnisse ist das fahrlässig!

Gerade in Wien ist der Lehrermangel keine Seltenheit. Bereits in den letzten Jahren wurden Lehrer aus den umliegenden Bundesländern rekrutiert. Die steigende Zahl an Tafelklasslern und der Anstieg an nicht deutschsprachigen Schülern erfordert zusätzliche Integrationslehrer.

Mehr dazu hier

18. Februar 2009

AHS-Plätze sind rar!

Laut einer Umfrage der Arbeiterkammer rechnet jede siebte Famillie damit, dass Ihr Kind nicht in der Wunschschule aufgenommen wird. Die AHS-Plätze sind knapp!

Diese Woche startet das Aufnahmeverfahren an den Wiener Allgemeinbildende Höheren Schulen. Entscheidend für die Aufnahme sind neben den Noten auch die Faktoren Geschwister, d.h. ob bereits Geschwister an der Schule sind und Wohnort, sprich die Nähe zur Schule.

AK-Präsident Tumpel schlägt vor, dass kurzfristig AHS und HS in „Neue Mittelschulen“ umgewandet werden sollen. Mehr zu diesem Thema auf presse.at und derstandard.at.

22. Januar 2009

Mehr Geld für die Schulen?!

Unterrichtsministerin Claudia Schmied verspricht mehr Geld für die Schulen. Zu diesem brisanten Thema diskutierten Frau Unterrichtsministerin Schmied mit Anneliese Edlinger und Dietmar Mascher der OÖN. Das Versprechen dem Schulsystem mehr Geld zukommen zu  lassen ist verlockend und sollte daher genauer definiert werden. Im konkreten sieht Frau Schmied eine zusätzliche Finanzspritze in erster Linie für das Konzept „Neue Mittelschule“ vor.

Näheres dazu findest du im OÖN-Artikel vom 20. Jänner 2009 hier.

20. Januar 2009

Zentralmatura?

Bildungstandards und eine Zentralmatura, das sind die Pläne  der Unterrichtsministerin Schmied. Es soll eine Zentralmatura für Österreich kommen und dafür wurde eine Novelle zum Schulunterrichtsgesetz in Begutachtung geschickt. Zentralmatura heißt, dass die Ministerin für die einzelnen Schulstufen so genannte Bildungsstandards festlegen kann. Diese Standards beinhalten zentral verordnete Termine und Aufgabenstellungen für die Matura.

Warum Zentralmatura?

Das Ziel der Zentralmatura ist es, mehr Transparenz zu schaffen. Dadurch soll zudem eine Vergleichbarkeit zwischen den Schulen möglich sein. Universitäten könnten sich so wieder mehr auf die Matura, als Aufnahmekriterium verlassen.

Kritik an der Zentralmatura!

Es hagelt zum Thema Zentralmatura, der standardisierten Reifeprüfung von allen möglichen Seiten Kritik. Die Kritik geht dahin, dass es durch die völlige Standardisierung zu einer Abwertung der Matura kommt. Aber auch von Seiten der Schüler kommt Kritik, denn wie sollen diese eine standardisierte Matura bestehen, wenn in der gesamten Schullaufbahn nie nach Bildungsstandards unterrichtet wurde.

Einen aktuellen Artikel dazu findest du auf Presse.com und Oe1.

16. Januar 2009

Naturwissenschaft und Technik zum Anfassen

Im Haus der Wissenschaft in der Universität in Graz können Kinder experimentieren und Ihre Umwelt erforschen. Lt. Aussagen von Frau Alice Pietsch, Chemikerin und Bildungsforscherin haben sich Schüler und Lehrer von der Volksschule bis zur AHS Gedanken darüber gemacht, wie man Naturwissenschaft spannend vermitteln kann. Frau Pietsch weiter:

Junge Menschen sollen Naturwissenschaften als etwas Alltägliches und nicht als etwas Abstraktes erfahren!

Das Spezielle an dieser Ausstellung ist, dass die Besucher und Experimentierfreudigen an jeder Station betreut werden. Studierende und Lehrer erklären Versuchsabläufe und beantworten Fragen.

Mehr zu dieser spannenden Ausstellung unter derstandard.at oder direkt auf der Webseite der „Pädagogischen Hochschule Graz“.

11. Januar 2009

Legasthenie & Dyskalkulie

Kennst du auch jemanden aus deiner Familie, der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis, der immer schlechte Schulnoten mit nach Hause bringt, obwohl er/sie viele Stunden lernt? Viele Schülerinnen und Schüler haben Schreib- oder Rechenschwächen und leiden unter ihren ständigen Misserfolgen. Laut einem Bericht der  Presse.com sind bis zu 15 Prozent eines Jahrganges von Schreibschwächen (=Legasthenie) oder Rechenschwächen (=Dyskalkulie) betroffen.

Die Leiterin der Wiener Schulpsychologie, Frau Mathilde Zeman wurde zum Thema Lernschwächen befragt:

Es ist wichtig zu wissen – weder Legasthenie noch Dyskalkulie ist eine Krankheit. Durch eine Krankheitszuweisung würde das betroffene Kind nur stigmatisiert. Es handelt sich um Kinder, die eine Lernschwierigkeit haben, die einen bestimmten Namen hat.

Frau Astrid Kopp-Duller, Präsidentin des Ersten Österreichischen Dachverbands Legasthenie, meint dazu:

Diese Kinder sind nicht schwach, gestört, krank oder gar behindert. Sie finden lediglich mit den angebotenen Unterrichtsmethoden nicht das Auslangen, das Schreiben, Lesen oder Rechnen ausreichend zu erlernen.

Aber was versteht man genau unter Legasthenie und Dyskalkulie?

Legasthenie ist eine massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache. Diese Schwäche ist nicht auf mangelnde Beschulung, niedrige Intelligenz oder fehlende Lernbereitschaft zurückzuführen.

Wichtig ist es auch den Unterschied zwischen einer Lese – Rechtschreibschwäche und der Legasthenie zu verstehen. Eine Lese- und Rechtschreibschwäche hat eine relativ leicht erkennbare Ursache. Bei nicht deutschsprachigen Kindern, ein Schulwechsel oder auch wenn durch längere Krankheit der Lehrstoff versäumt wurde. Diese Schwächen können mithilfe einer entsprechenden Nachhilfe behoben werden. Bei der Legasthenie sind Funktionen, die für das Lernen wichtig sind, z. B.  die Merkfähigkeit, die visuelle oder akustische Differenzierung oder Raumorientierung, beeinträchtigt. 

Hinweise um Legasthenie frühzeitig zu erkennen gibt die Plattform ids-stade:

  • Das Erlernen des Klarsprechens erfolgt später als erwartet, 
  • Phrasen werden vermischt bzw. verwechselt
  • Das Kind spricht schneller als es handelt
  • Verwendung von ähnlichen oder Ersatzwörtern
  • Verwendung von falschen Bezeichnungen, z.B. Lampenschirm für Laternenpfahl
  • Durcheinanderbringen von richtungweisenden Wörtern, z.B. Hinauf/hinunter, innen/außen
  • Erhöhte Kreativität
  • Probleme beim Erlernen von Kinderliedern
  • Probleme beim Reimen von Wörtern
  • Problem beim Herausfinden eines nicht passenden Wortes
  • Krabbelte nicht oder nur wenig ausgiebig
  • Probleme mit „Abläufen“ (Reihungen), z.B. farbige Perlen aneinanderreihen

Dyskalkulie ist eine Entwicklungsverzögerung des mathematischen Denkens. Es ist kein vorübergehende Erscheinung, die sich von selbst löst. Die Rechenschwäche sollte keinesfalls mit dem Zahlenalphabethismus, die mathematische Schwäche in Zahlen dargestellt Sachverhalte zu verstehen, verwechselt werden. Das Erkennen einer Dyskalkulie ist nicht immer einfach.  

Hinweise um Dyskalkulie frühzeitig zu erkennen gibt die Plattform Rechen-Therapie-Zentrum:

  • Über Zahlen bestehen nur abstrakte und keine konkreten Vorstellungen (Bsp.: Was kann ich mir mit 35€ kaufen?)
  • Das Kind rechnet zählend (mit den Fingern, an Gegenständen, im Kopf)
  • Die Rechenregeln werden aus Sicht der Erwachsenen willkürlich angewendet (Bsp.: 26-2=6 oder 20-20=8)
  • Die Zahlenschreibweise wird verwechselt oder vertauscht (statt 54 schreibt das Kind 45)
  • Der Zehnerübergang ist eine häufige Fehlerquelle (12+3=6 oder 12+3=42)
  • Logische Ungereimtheiten fallen dem Kind nicht auf (wenn 10 Gummibären 1€ kosten, kosten 5 Gummibären 2€)
  • Das Kind erkennt keine Teil-Ganzes-Beziehungen (merkt nicht, dass 5+3 dasselbe ist wie 3+5)

Auf alle Fälle sollte professionelle Unterstützung für die Diagnose herangezogen werden, um den betroffenen Kinder einen Weg aus dem Negativkreislauf zu ermöglichen.